Nachdem ich diesen Bausatz das letzte Mal als Kind vor gut 40 Jahren gebaut hatte, wollte ich nun aus dem betagten Bausatz von KP ein zeitgemäßes Modell zaubern.
Das wurde zu einer schwierigen Aufgabe, aus verschiedenen Gründen.
Der alte Bausatz besitzt negative Gravuren. Diese wollte ich feiner gestalten, allerdings war es komplizierter als erwartet, da der Spachtel immer wieder ausbrach.
Die Tragflächen sind zu dünn dargestellt. Ich habe zwischen beiden Hälften einen Plastik-Sheet 0,5 mm geklebt.
Die Fahrwerksbeine sind laut Zeichnungen zu lang und wurden gekürzt. Wahrscheinlich sind sie jetzt immer noch etwas lang, im Vergleich mit Fotos.
Die Oberseite der Motorhaube korrigierte ich mit dem Teil aus dem Bausatz von RS-MODELS. Mit Spachtelmasse wurde eine entsprechende Anpassung vorgenommen.
Der Propeller des Bausatzes sieht nicht so richtig gut aus, hier verwendete ich dann einen neuen Propeller aus Set SA7238.
Der Rumpf ist hinter der Kabine leicht eingeschnürt. Hier habe ich eine kleine Welle eingeschliffen.
Im Bausatz ist das Seitenruder zu klein dimensioniert. Im Original kommt es sehr nah an die Größe des Seitenruders einer B.534. Ich habe also die Ruderfläche entsprechend vergrößert.
Für Kühler und Cockpit verwendete ich die Ätzteile aus dem Bausatz von RS-MODELS.
Die Kabinenhaube habe ich selbst gezogen und offen dargestellt.
Der 1. Prototyp der Avia B.35 flog nur in diesem Tarnschema. In allen Publikationen wird der helle Farbton als Sand bzw. Ocker bezeichnet.
Allerdings war das vorgeschriebene Schema eine Drei-Ton-Tarnung aus Hellgrün, Dunkelgrün und Braun auf der Oberseite. Dieses Schema trugen die neuen Avia B.71 Bomber damals. Im Internet gibt es einige Beiträge zu diesem Thema.
Letzten Endes habe ich mein Modell anders, als der „Mainstream“ es vorgibt, lackiert. Dabei habe ich auch noch die Farbzuordnung der einzelnen Felder variiert.
Die Lackierung hat einen sehr großen Aufwand verursacht und erfolgte mit fliegenden Schablonen. Diese wurden erstellt aus der Bauanleitung und dann angepasst an vorhandene Fotos der Maschine.
Die Farbtöne sind selbstgemischt und stammen von VALLEJO. Die Decals wurden wieder selbst erstellt und gedruckt beim Fachmann.
Dargestellt ist die Maschine kurz nach ihrer Übergabe an die Versuchsanstalt VTLU in Letnany Anfang November 1938.
Klicken Sie auf die Bilder für eine vergrößerte Darstellung.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |